Erfahrungsbericht zum Studiengang Biotechnologie an der Van Hall Larenstein University of Applied Sciences

Anne Reimers

Anne Reimers studiert seit einem Jahr Forensic Science an der Van Hall Larenstein University of Applied Sciences und erzählt uns von Ihren bisherigen Erfahrungen.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für den Studiengang an der Forensic Science entschieden haben?
Das Thema hat mich schon immer interessiert. Allerdings war schnell klar, dass ich für gewöhnliche Polizeiarbeit nicht „sportlich“ genug sein würde und die Chancen auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz auf diesem Gebiet generell sehr gering sind. Also habe ich mich online informiert und bin dabei auf dieses Fach aufmerksam geworden.

Wie und wo haben Sie sich über die Studienmöglichkeit informiert?
Im Vorfeld habe ich im Internet nach Studienmöglichkeiten gesucht. Letztendlich habe ich auf einer Messe gefunden, was ich gesucht habe.

Wie haben Sie die verlangten Sprachkenntnisse erworben?
Wie die meisten deutschen Studenten hier, habe ich den von der Uni angebotenen Sprachkurs, vier Wochen vor Schulbeginn gemacht.

Wie und wo haben Sie sich beworben?
Ich habe mich online bei dem Portal “studielink.nl“ beworben. Das ist unkompliziert und man bekommt schnell eine Antwort.

Falls Sie in die Niederlande umgezogen sind: Wie haben Sie eine Wohnung gefunden?
Meine Wohnung habe ich auch mit Hilfe des Internets gefunden. Es gibt dort verschiedene Angebote von Maklern bis hin zu “studi-vz“, wo es extra eine Gruppe zum Thema Wohnungen in Leeuwarden gibt.

Wie waren Ihre ersten Erfahrungen/Eindrücke (z.B. mit der Sprache, als …)?
Es kamen erstmal eine ganze Menge neuer Dinge auf mich zu. Die Sprache war nicht schwer zu verstehen, aber zu Anfang habe ich mich nicht richtig getraut zu sprechen, weil die Angst vor Fehlern doch stark war. Allerdings haben mir meine Mitstudenten den Einstieg leichter gemacht. Sie waren sehr verständnisvoll und haben mir geholfen, wo es ging. Generell sind die Menschen hier sehr nett und wesentlich offener als manche Deutsche. Das Land an sich und die Gewohnheiten hier unterscheiden sich nicht wesentlich von Deutschland.

Worin sehen Sie die Vorteile Ihres Studiums in den Niederlanden?
Die Vorteile liegen ganz klar im praxisorientierten Unterricht. Man lernt hier, den im Hörsaal bearbeiteten Stoff auch im Labor anzuwenden, wird also so gut es geht auf das Arbeitswesen vorbereitet. Des Weiteren gibt es in den Niederlanden nur kleine Gruppen, weswegen man als Einzelperson besser gefördert werden kann. Die Atmosphäre an der Uni ist sehr persönlich, viele Dozenten werden geduzt und sind auch nach Unterrichtsschluss über E-Mail oder das Handy zu erreichen.

Worin sehen Sie die Nachteile eines Studiums in den Niederlanden?
Nachteile sehe ich noch nicht in meinem Studium. Anfangs hat man vielleicht noch Heimweh oder Angst, das alles nicht zu schaffen, aber das legt sich wirklich schnell.

Was empfehlen Sie deutschen Schulabgängern, die an einem solchen Studiengang interessiert sind?
In erster Linie ist es wichtig, Biologie oder Chemie bis in den 12. oder 13. Jahrgang (je nach Schulabschluss) zu belegen. Dann sollte man vollkommen überzeugt von seiner Entscheidung sein. Es wäre schade, den weiten Weg zu gehen um dann festzustellen, dass man es sich ganz anders vorgestellt hat. Eine gute Entscheidungshilfe sind Schnuppertage oder Tage der offenen Tür, die regelmäßig von der Uni angeboten werden.

Welche positiven und negativen Erfahrungen haben Sie bisher mit dem Studium gemacht?
Positiv ist auf jeden Fall die viele Praxis- und Gruppenarbeit. Man lernt, Dinge selbst zu erarbeiten und sich mit gestellten Problemen auseinander zu setzen. Negativ ist mir nichts aufgefallen, natürlich gibt es einige Fächer, die mir nicht zusagen, aber das ist sehr subjektiv und wird sicher von jedem anders empfunden.

Was planen Sie für die Zukunft?
Im Februar 2010 plane ich ein 20 wöchiges Praktikum beim LKA in Berlin, um mich für meine berufliche Zukunft zu orientieren.

Würden Sie den gleichen Weg noch mal gehen?
Ja, ich würde diesen Weg auf jeden Fall noch mal gehen.

Wir bedanken uns bei Anne Reimers!