Erfahrungsbericht zum Studiengang International Business and Management an der Universität Groningen

Sarah Straub

Sarah Straub studiert seit einem Jahr International Business and Management an der Universität Groningen und hat sich uns freundlicherweise für ein Interview zur Verfügung gestellt.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für den Studiengang an der Universität Groningen entschieden haben?
Mein Freund hat sein Studium in Groningen 2005 begonnen und wir haben uns entschieden, nach meinem Abitur in eine gemeinsame Wohnung in Groningen zu ziehen. Da ich in jedem Fall mit einem Studium beginnen wollte, habe ich mich noch in der Schweiz, über die Möglichkeiten in Groningen informiert und mich schlussendlich für den Studiengang International Business and Management entschieden.

Wie und wo haben Sie sich über die Studienmöglichkeit informiert?
Ich war an zwei Events für interessierte Studenten, die von der RuG organisiert wurden, nämlich ‚Open dag op locatie’ und ‚Student for a day’. An beiden Anlässen habe ich Informationen über das Studium bekommen und zusätzlich habe ich die Beschreibungen im Internet, auf der Homepage der RuG, sowie Testimonials und Broschüren gelesen.

Wie haben Sie die verlangten Sprachkenntnisse erworben?
Ich hatte sechs Jahre Englischunterricht am Gymnasium und musste den TOEFL bestehen.

Wie und wo haben Sie sich beworben?
Ich habe Kontakt aufgenommen mit dem ‚study advisor’ von IB&M und das Formular auf der Homepage ausgefüllt, die zusätzlichen Dokumente beigelegt und per Post an die Uni geschickt.

Falls Sie in die Niederlande umgezogen sind: Wie haben Sie eine Wohnung gefunden?
Da mein Freund schon seit 2005 in Groningen wohnt, hat er sich um die gemeinsame Wohnung gekümmert.

Wie waren Ihre ersten Erfahrungen/Eindrücke (z.B. mit der Sprache, als …)?
Ich hatte insofern einen Vorteil bezüglich der Sprache und ersten Eindrücke, weil ich regelmäßig nach Holland gefahren bin während dem letzten Jahr am Gymnasium, um meinen Freund zu besuchen. Wir haben viele Ausflüge gemacht und Städte besichtigt. Dadurch war der kulturelle Schock begrenzt, als ich im September 2006 schlussendlich nach Groningen zog. Holland gefiel mir schon vom ersten Augenblick an, ich hatte wenig Mühe, mich der Lebensweise der Holländer anzupassen und mich zu integrieren.

Worin sehen Sie die Vorteile Ihres Studiums in den Niederlanden?
Ich denke, dass es heutzutage ein großer Vorteil ist, wenn man im Ausland studiert, nicht nur für den CV, sondern auch für die persönliche Entwicklung. Die Organisation eines Studiums im Ausland ist viel energie- und zeitaufwändiger, als ein Studium „zu Hause“ und erfordert deshalb viel Willenskraft und Ausdauervermögen. Holland an sich finde ich unter anderem ein tolles Land, weil eine andere Sprache gesprochen wird, man sich so einfach mit dem Rad fortbewegen kann, man wie überall eine neue Kultur kennenlernt, und weil mich die Offenheit und Herzlichkeit vieler Holländer sehr anspricht.

Worin sehen Sie die Nachteile eines Studiums in den Niederlanden?
Ich sehe keinen Nachteil an sich, aber über ab und zu ein bisschen mehr Sonne würde ich mich nicht beklagen!

Was empfehlen Sie deutschen Schulabgängern, die an einem solchen Studiengang interessiert sind?
Ich empfehle ihnen, dass sie sich genug Zeit lassen mit der Entscheidung, in den Niederlanden zu studieren. Es ist sicher von Vorteil, die Uni vorher zu besuchen, um einen Eindruck zu bekommen von den Einrichtungen, Studenten und der Stadt Groningen. Die Anlässe, die die RuG für interessierte Studenten organisiert, eignen sich sehr gut dazu. Man trifft andere Interessenten und bekommt Antworten auf allfällige Fragen. Natürlich ist es zudem von Vorteil, wenn man gut Englisch spricht und die Sprache einem Spaß macht.

Welche positiven und negativen Erfahrungen haben Sie bisher mit dem Studium gemacht?
Ich habe unzählige positive Erfahrungen gemacht, habe tolle Leute kennengelernt, viele interessante Vorlesungen gehört und spannende Arbeiten geschrieben. Wie überall gibt es spannendere und weniger spannende Tage, einmal hat man Lust zu den Vorlesungen zu gehen und dann wieder nicht. Alles in allem bin ich aber überaus zufrieden mit meiner Wahl und würde es genauso wieder tun.

Was planen Sie für die Zukunft?
Im Sommer ist das Auslandsemester geplant, welches in meinem Studiengang inbegriffen ist. Ich würde gerne nach Paris gehen. Wenn möglich möchte ich nicht nur ein Semester, sondern das ganze Jahr dort bleiben, um ein weiteres Land und mehr Menschen kennenzulernen und mein Französisch zu verbessern.

Würden Sie den gleichen Weg noch mal gehen?
In jedem Fall!

Wir bedanken uns bei Sarah Straub!