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European Studies an der The Hague University of Applied Sciences (De Haagse Hogeschool)

Wie kam es dazu, dass Sie sich für den Studiengang an der The Hague University of Applied Sciences (De Haagse Hogeschool) entschieden haben?
Ich habe während meines Abis nach einem Studiengang gesucht, der meine Interessen, Sprachen, Journalismus, (Außen-)Politik, Kultur und Geschichte verbindet und nicht nur theoretische Ansätze hat. Neben der Internetrecherche (www.studieren.de oder www.hochschulkompass.de) bieten sich dafür natürlich vor allem Studienmessen an. Bei einer solchen Messe in Leipzig bin ich dann auf die Universität Den Haag gestoßen und bin daraufhin zu einem „Open Day“ in die Niederlande gereist. Zunächst hatte ich mich noch für mehrere Programme interessiert, aber die Gespräche und Präsentationen an der Uni überzeugten mich am meisten von European Studies. Von Deutschland aus konnte ich mich dann problemlos online bewerben und hatte bereits zwei Wochen nach der Anmeldung eine Zusage – kaum zu vergleichen mit den bürokratischen Steinen, die einem in Deutschland oft noch in den Weg gelegt werden.

Wie und wo haben Sie sich über die Studienmöglichkeit informiert?
Ich habe mich hauptsächlich über das Internet informiert. Hier gibt es unzählige Seiten auf denen man Persönlichkeitstests machen kann, um einen passenden Studiengang zu finden (z.B. www.was-studiere-ich.de) oder man stöbert einfach auf Seiten wie www.studieren.de und versucht dann auf den Seiten seiner favorisierten Universitäten genauere Informationen zu finden. Das große Manko ist jedoch, dass die vielen hilfreichen Informationsquellen im Internet immer noch hauptsächlich auf Deutschland beschränkt bleiben. Meine Eltern haben mich dann auf die Studienmesse in Leipzig aufmerksam gemacht, die ich, genauso wie den „Open Day“ später mit meinem Bruder besucht habe. Auch einige Informationsveranstaltungen an meinem Gymnasium mit Alumni verschiedenster Studiengänge halfen dabei eine Orientierung zu finden.

Wie haben Sie die verlangten Sprachkenntnisse erworben?
Im Prinzip nur durch den gewöhnlichen Sprachunterricht an meinem Gymnasium. Natürlich, als ich wusste, dass ich auf Englisch studieren würde, habe ich begonnen mit englischer Literatur, englischen Filmen und kostenlosen Online-Tools zu trainieren, um tatsächlich auf ein gutes Niveau zu kommen. Im Sommer vor meinem Studienbeginn bin ich dann – quasi als Generalprobe – für fünf Wochen alleine auf Rucksacktour über die britischen Inseln gezogen. Und das ist auch der springende Punkt: Solange wie man die internationale Umgebung, die sich einem an der Universität Den Haag mit Studenten aus 135 Nationen bietet, nutzt, lernt man auch schnell genug Englisch. Leider hat in den letzten zwei Jahren die Präsenz Deutscher Studenten sehr zugenommen, was dazu führt, dass man leichter dazu verleitet wird Deutsch zu sprechen. Aber es ist natürlich eine individuelle Entscheidung; und nicht selten redet man im Sinne der lingua franca dann eben auch Englisch mit deutschen Kommilitonnen.

Wie und wo haben Sie sich beworben?
Etwa eineinhalb Jahre vor dem Studienbeginn über die Internetseite der Hague Hogeschool bzw. mit dem kürzlich eingeführten Registrierungssystem „Studielink“. Bereits zwei Wochen später erhielt ich ein sogenanntes Studienplatzangebot, dass mir einen Studienplatz garantierte insofern ich die notwendigen Nachweise für Sprachfähigkeiten rechtzeitig einreichte und meine Studiengebühren bezahlte. Deutsche Universitäten versenden ihre Antwortschreiben in der Regel erst relativ spät, manchmal nur ein bis zwei Wochen vor Studienbeginn. Hier in Den Haag ließ mir jedoch die frühzeitige Zusage genug Zeit mich ausreichend auf das Studium vorzubereiten – in akademischer wie auch finanzieller und wohnungstechnischer Hinsicht.

Falls Sie in die Niederlande umgezogen sind: Wie haben Sie eine Wohnung gefunden?
Über www.kamernet.nl. Ansonsten über Freunde oder Kollegen, die wiederum Kontakte haben. Es ist wichtig sich frühzeitig zu informieren. Ich kann jedem nur empfehlen, mindestens 3-4 Monate vorher Den Haag zu besuchen und solange zu bleiben, bis man ein ordentliches Zimmer gefunden hat, kurzfristig ist das nahezu unmöglich oder man gibt sich letztendlich frustriert mit einer, gelinde gesagt, „Bruchbude“ zufrieden. Die Universität bietet manchmal Restbestände an Räumen im Studentenwohnheim neben der Universität an. Diese sind aber hauptsächlich für Exchange Studenten vorgesehen und relativ teuer.

Wie waren Ihre ersten Erfahrungen/Eindrücke (z.B. mit der Sprache, als …)?
Meine ersten Erfahrungen waren durchweg positiv. Die Sprache ist für Deutsche recht einfach zu verstehen und das Leben im Land ist relativ ähnlich wie in Deutschland, insofern nicht wirklich eine Umstellung. Auch an der Universität fällt es leicht sich zu integrieren, da die meisten Studenten selbst neu im Land sind. Die Niederländer sind mir gegenüber immer sehr offen gewesen, besonders meine neuen Wasserball-Teamkollegen. Natürlich gibt es auch die Kehrseite der Medaille: Die Lebenshaltungskosten sind ziemlich hoch, speziell die Mietkosten. Auch die Stadt selbst verstrahlt eine angenehme Atmosphäre. Den Haag ist eine Großstadt mit Kleinstadtflair und dem beliebtesten Strand Hollands (Scheveningen). Es wird zwar viel geboten, aber man behält leicht den Überblick und findet sich zurecht. Alles ist mit Bus, Tram oder natürlich dem Fahrrad schnell zu erreichen. Und will man noch etwas mehr erleben ist man in 20 Minuten in Rotterdam, in 45 Minuten in Amsterdam und eineinhalb Stunden in Brüssel. Für jemanden wie mich, der aus der ländlich geprägten Uckermark stammt, ist das natürlich ideal.

Worin sehen Sie die Vorteile Ihres Studiums in den Niederlanden?
- Die Geschwindigkeit des Studiengangs (Bachelor, Praktikum und Austausch in drei Jahren)
- Internationale Atmosphäre (135 Nationen an der Universität)
- Kombination von praktischen und theoretischen Aspekten (akademisches Know-How wird in vielen Projekten angewendet und umgesetzt)
- Örtlichkeiten (alles befindet sich in einem einzigen, modernen Gebäude)
- Sehr gute Integrationspolitik (einfacher Einstieg für internationale Studenten)

Worin sehen Sie die Nachteile eines Studiums in den Niederlanden?
- Hohe Mietkosten
- Problematische Wohnungssituation für Studenten (besonders im Spätsommer vor dem Semesterstart)
- Relativ wenig Studentenrabatte, Mensen oder reduzierte Fahrkarten nach dem Vorbild deutscher Semestertickets

Was empfehlen Sie deutschen Schulabgängern, die an einem solchen Studiengang interessiert sind?
- Sich vor Ort oder auf einer Messe näher informieren
- Sich rechtzeitig akademisch vorzubereiten (besonders Englisch zu lernen)
- Weltoffen und kontaktfreudig zu sein
- Sich einen Terminkalender zuzulegen bzw. über ein gutes Zeitmanagement zu verfügen
- Sich rechtzeitig für finanzielle Unterstützung zu bewerben (Bafög), da es für Auslandsstudien mehrere Zuschüsse geben kann, die bei Inlandsstudien nicht gewährt werden (u.a. Beteiligung an den Studiengebühren)

Welche positiven und negativen Erfahrungen haben Sie bisher mit dem Studium gemacht?
Das Studium gefällt mir sehr, weil es schon rein zeitlich eine Herausforderung ist. Viele der Aufgaben erscheinen zunächst nervig, ergeben im Nachhinein aber doch Sinn oder haben großen Spaß gemacht. Das Niveau der Lehrer ist natürlich schwankend, aber das ist an anderen Universitäten nicht anders. Dafür ist es interessant zu sehen, wie schnell die Lehrer direkten Kontakt zu uns Studenten aufbauen. Deutsche Formalitäten wie das Siezen sind hier eher selten. Im Gegenteil, oft wird man in der ersten Stunde eingeladen, seine Lehrer zu duzen.

Was planen Sie für die Zukunft?
Ich will in Berlin einen Mastersstudiengang für Internationale Beziehungen belegen und später in den Medien oder der PR-Abteilung einer international agierenden Organisation arbeiten. Das Schöne an European Studies ist jedoch, dass die breite Basis, die den Studenten vermittelt wird (Politik, Wirtschaft, Kommunikation, Sprachen), auch viele andere Möglichkeiten für Studium und Beruf offen lässt. Insofern kann sich natürlich noch alles ändern.

Würden Sie den gleichen Weg noch mal gehen?
Ja.

Wir bedanken uns bei Sven Marschalek!

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