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Public Management an der The Hague University of Applied Sciences (De Haagse Hogeschool)
  Von einem Praktikum zum Job im Herzen Europas
Nur einige Monate vor seinem Abschluss im Studiengang Public Management an der The Hague University of Applied Sciences (De Haagse Hogeschool), findet sich ein deutscher Student in Brüssel wieder, und arbeitet für eine Hauptstelle mit europäisch-politischem Einfluss.
Cyber Terrorismus
Als Teil des vierjährigen THU Studiengangs Public Management, begann der deutsche Christopher Helbig (23) aus Rheine in Westfalen, 2010 ein wirtschaftsbezogenes Praktikum bei der European People‘s Party (EPP) in Brüssel. Während seines Praktikums konnte er verschiedene administrative und koordinierende Aufgaben übernehmen. Christophers Wissen über den Cyberterrorismus und Sicherheit, das Fach, das er für seine letzte wissenschaftliche Arbeit belegte, erregte die Aufmerksamkeit der EPP. Daher schlug die EPP Christopher vor, eine Konferenz über dieses Thema zu gestalten und zu organisieren. „Ich lud verschiedene Parteien ein, einschließlich der Unternehmen wie Cisco Systems und eine Anzahl an staatlichen Stellen. Die Konferenz wurde so das Abschlussprojekt meines Praktikums.“
Guter Eindruck
Für das, was als nächstes kam, sieht Christopher sich selbst als die Person, die zur rechten Zeit am rechten Ort war. Während seines Praktikums arbeitete er für den stellvertretenden Generalsekretär des EPP, der selbst Deutscher ist. Die Assistentin des Generalsekretärs wurde zur selben Zeit befördert, und so wurde Christopher mit den meisten ihrer Arbeiten vertraut und für diese verantwortlich. Er stellte die Cybersicherheit auf die politische Agenda der EPP, organisierte die Konferenz und erhielt so einen Job bei der EPP. Seit Januar 2011 ist er ein Vollzeitarbeitnehmer bei der EPP. „Ich denke, es war die Kombination einen guten Eindruck gemacht zu haben und etwas Glück.“
Befreiung vom Unterricht
Wie auch immer führte dies zu einem kleinen Problem, denn zwei Monate seines Public Management Studiengangs standen noch aus. „Ich verhandelte mit der THU. Zum Glück war ich während meines Studiums diszipliniert und hatte alle meine Credit Points bereits gesammelt. Daher fragte ich die THU, ob sie mich bis zum Abschluss vom Unterricht befreien könnten. Glücklicherweise wurde die Befreiung bewilligt. Ich werde jetzt meine Abschlussprüfung im Sommer machen, den Studiengang abschließen und meinen Job behalten.“
Praktische Erfahrungen
Christophers THU Studiengang Public Management legte eine gute Grundlage für seinen gegenwärtigen Job. „Der Studiengang war abwechslungsreich, die Vorlesungen waren sehr gut und es gab eine Menge an Möglichkeiten praktische Erfahrungen in zukünftigen Arbeitsfeldern zu sammeln. Einige Studierende haben als Journalisten, andere im Bereich „internationale Beziehungen“ gearbeitet. Dieser Bezug zur realen Welt ist ein deutlicher Vorteil. Die Fähigkeiten, die ich mir während meines Studiums an der THU angeeignet habe erweisen sich als sehr hilfreich, sowohl Soft Skills wie Englisch und Weltgesellschaft, als auch Hard Skills wie Finanzierung und Recht. Und ein Kurs über die E-Regierung hat mein Interesse für internetbezogene Services geweckt.“
Politischer Einfluss
Christopher ist Personal Assistant des stellvertretenden Generalsekretärs der EPP. Er arbeitet in der Hauptstelle des EPP und erklärt, dass die EPP die größte europäische politische Partei ist; ein Zusammenschluss von mehr als 70 konservativen Parteien aus 39 europäischen Ländern, sowohl Mitgliedern als auch Nicht-Mitgliedern der EU. „Wir sind die größte politische Einflussstelle in Europa und zählen nicht weniger als 15 EU und sechs nicht-EU Staatsoberhäupter, Präsident Sarkozy und Angela Merkel mit eingeschlossen, zu unseren Mitgliedern.“
Ungeschriebene Regeln
Rückblickend auf das Praktikum, das Christopher sichtlich genossen hat, findet er es sowohl faszinierend als auch lehrreich für die EU zu arbeiten. „Ich kam hierher mit einem idealistischen Blick auf die Europäische Union, aber die Realität hat mich schnell eingeholt und ich habe schnell erkannt, wie die EU wirklich funktioniert. Ich bin Befürworter einer starken EU, aber es gibt Situationen in denen nicht alle Interessengruppen an einem Strang ziehen. Das macht es mehr und mehr kompliziert, sodass es sicherlich ungeschriebene Regeln gibt, denen Folge geleistet werden muss. Meiner Meinung nach, geht der Vertrag von Lissabon noch nicht weit genug.“
Halsabschneiderisches Umfeld
Auf die Frage hin, was für Christopher der nächste Karriereschritt sein wird, antwortet er und stellte eines, ohne Mangel an politischen Nutzen, fest: „Ich bin erst drei Monate in diesem Beruf, in Juni werde ich voraussichtlich den Studiengang Public Management abschließen, und irgendwann möchte ich auch meinen Master machen. Brüssel ist ein halsabschneiderisches Umfeld, wenn es um die Jobsuche oder auch um die Sicherstellung eines Praktikums geht. Alles kann sich sehr schnell in einem Moment verändern. Ich bin für ein bisschen länger damit zufrieden, was ich tue, bevor ich meinen nächsten Schritt gründlich überdenken werde.
Wir bedanken uns bei Christopher Helbig.
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