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Internationales Land- und Wassermanagement an der Wageningen University
Tjeerd Dijkstra ist ein echter Weltenbummler. Für seine Abschlussarbeit und ein Praktikum wollte er gerne ins Ausland. Das ist geglückt – er war in Südafrika und Chile.
„Mein Praktikum habe ich in Südafrika absolviert. Seit dem Ende der Apartheid wird das Land, das im Besitz von weißen Farmern war, an die schwarze Bevölkerung zurückgegeben. Einige Ingenieure haben ein Unternehmen ins Leben gerufen, um die Bodenreform in die richtige Richtung zu lenken. In diesem Unternehmen habe ich mein Praktikum gemacht. Den Bauern, die ihr Land zurückerhalten haben, fehlt oft das technische Wissen, um einen landwirtschaftlichen Betrieb dieser Größe führen zu können. Während meines Praktikums half ich bei der Entwicklung und dem Bau von Bewässerungsanlagen. Ich habe z. B. sechs Wochen auf einem Bauernhof verbracht, um dort ein Bewässerungssystem anzulegen: Jede Menge Kunststoffrohre auf einer Fläche von 500 Hektar. Die Lebensumstände dort waren sehr schwierig, aber gerade deshalb war es eine sehr gute Erfahrung!
Für meine Abschlussarbeit war ich in Chile und habe mich dort, im Auftrag der UN, in Wasserrechte eingearbeitet. Nach dem Ende der Diktatur Pinochets sind viele staatliche Unternehmen privatisiert worden, auch im Wassersektor. Ich habe in zwei Regionen untersucht, was der Wasserhandel für die ökonomische Entwicklung bedeutet. Zu diesem Zweck habe ich viel Literatur studiert, aber auch ehemalige Minister, Regierungsbeamte und Interessengruppen befragt. Zurzeit bin ich damit beschäftigt, meine Ergebnisse zu verschriftlichen – viel Arbeit, aber das Ergebnis lohnt sich!“
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