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Internationale Entwicklungsstudien an der Wageningen University
  Sina Sossna studiert seit einem Jahr Internationale Entwicklungsstudien an der Wageningen University und berichtet uns von Ihren Erfahrungen.
Wie kam es dazu, dass Sie sich für den Studiengang an der Wageningen University entschieden haben?
Ich habe mich im Internet nach Studiengängen umgesehen, die sich mit entwicklungspolitischen Themen auseinandersetzen und bin so auf Wien und auf Wageningen gestoßen. Durch die Website und verschiedene Meinungen kam mir die Wageningen University sehr gut vor und ich beschloss auf den Tag der offenen Tür zu fahren, der mich sehr begeisterte. Und so beschloss ich nach Wageningen zu gehen.
Wie und wo haben Sie sich über die Studienmöglichkeit informiert?
Ich habe mich im Internet, auf verschiedenen Studienmessen, in einem persönlichen Gespräch während des Tages der offenen Tür und auf studieren-in-holland.de über Studienmöglichkeiten informiert.
Wie haben Sie die verlangten Sprachkenntnisse erworben?
Ich habe den Sommersprachkurs in Wageningen besucht und dort in vier Wochen Niederländisch gelernt.
Wie und wo haben Sie sich beworben?
Ich habe mich im Internet und später auf Studielink angemeldet. Danach habe ich sofort die Antwort bekommen, dass ich genommen wurde.
Falls Sie in die Niederlande umgezogen sind: Wie haben Sie eine Wohnung gefunden?
Ich habe das Wohnungsangebot der Universität wahrgenommen und so ein Zimmer zugewiesen bekommen.
Wie waren Ihre ersten Erfahrungen/Eindrücke (z.B. mit der Sprache, als …)?
Zuerst habe ich gedacht, dass sich die Niederlande und Deutschland sehr ähnlich seien, aber man merkt, dass es doch Unterschiede gibt, an die man sich erst gewöhnen muss, wie zum Beispiel Mittags in der Mensa nur ein Brot zu essen und am Abend erst warm zu essen oder das viele Fahrradfahren. Ansonsten wurde ich aber sehr freundlich aufgenommen und habe immer das niederländische Sprichwort „alles wird gut“ hören können.
Worin sehen Sie die Vorteile Ihres Studiums in den Niederlanden?
Besonders gut finde ich die vielen Aufgaben in Arbeitsgruppen während des Studiums, was wirklich hilft mit einem Team zurechtzukommen. Außerdem ist die Auslandserfahrung und die Sprache sicher nicht schlecht für meinen Lebenslauf.
Auch die vielen verschiedenen Kulturen in Wageningen finde ich toll. Ein anderer Vorteil ist natürlich auch, dass es unseren Studiengang gar nicht in Deutschland gibt und ich in dieser Form nur in Wageningen gefunden habe.
Worin sehen Sie die Nachteile eines Studiums in den Niederlanden?
Manchmal habe ich etwas Angst davor, nach Deutschland zurückzukehren und alle Fachbegriffe nur auf Englisch und Niederländisch zu kennen. Was ich auch nachteilig finde ist, dass zum Beispiel von der Wohnungsbaugesellschaft, die für Studenten zuständig sind, Unterschiede zwischen Niederländern und Ausländern gemacht wird. So können ausländische Studenten zum Beispiel nur möblierte Zimmer mieten.
Was empfehlen Sie deutschen Schulabgängern, die an einem solchen Studiengang interessiert sind?
Auf jeden Fall empfehle ich, sich immer sehr gut im Voraus zu informieren und herauszufinden, welcher Studiengang passend ist. Also auch nie beim Fragenstellen über das Studium zu zögern. Wenn man das Studium beginnt, würde ich auch jedem raten, das erste Studienjahr, das vor allem aus vielen (eher trockenen) Basisfächern besteht, durchzuhalten. Nach dem zweiten Jahr macht es dann erst richtig Spaß.
Welche positiven und negativen Erfahrungen haben Sie bisher mit dem Studium gemacht?
Positiv finde ich, dass das Studium sehr breit gefächert ist und sowohl Themen aus der Soziologie, als auch aus der Kommunikation und der Ökonomie lehrt. Dabei werden auch immer sehr aktuelle politische Themen angesprochen.
Zudem sind die Dozenten sehr verständnisvoll und nehmen sich sehr viel Zeit. In Fächern wie Soziologie durften wir sogar unsere Prüfungen auf Deutsch schreiben. Das Lesen von theoretischen, englischen Texten ist jedoch manchmal sehr zeiteinnehmend und anstrengend.
Was planen Sie für die Zukunft?
Ob ich in der Zukunft meinen Master direkt nach dem Bachelor machen werde, ist noch unsicher. Auf jeden Fall möchte ich später in einem Entwicklungsland arbeiten um das Gelernte anzuwenden. Dann möchte ich zurück nach Europa kommen und in einem Ministerium oder einer Organisation arbeiten.
Sonstige Anmerkungen...
Man sollte sich am Anfang auf jeden Fall sehr gut integrieren um die Sprache, die Kultur und das Land im Allgemeinen besser kennenzulernen.
Würden Sie den gleichen Weg noch mal gehen?
Ja, obwohl ich am Anfang Bedenken hatte, dass es in Deutschland aufgrund der Sprache vielleicht einfacher gewesen wäre. Aber man sieht, dass es machbar ist!
Wir bedanken uns bei Sina Sossna!
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