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Zulassungsbeschränkungen

1. Zulassungsbeschränkte Studiengänge
(sog. Numerus fixus Fächer)


Universitäten und Hochschulen können in Studiengängen, in denen sie zu viele Bewerber erwarten, einen sog. Numerus fixus anmelden. Der angemeldetete Numerus fixus führt im Falle des Eingangs von zu vielen Bewerbungen zu einem Auswahlverfahren mit dem die Studienplätze verteilt werden. Hierbei spielt der Abiturnotendurchschnitt in der Regel keine Rolle. Der Numerus fixus darf deshalb nicht mit dem deutschen Numerus clausus verwechselt werden.

Ab 2017 gilt für diese zulassungsbeschränkten Fächer, dass ein hochschuleigenes Auswahlverfahren über die Verteilung der Studienplätze entscheidet. Dieses nennt man Dezentrale Auswahl. Das frühere NL-typische Losverfahren zur Verteilung der Studienplätze wurde also zum Studienjahr 2017 komplett abgeschafft zu Gunsten dieser Dezentralen Auswahl („decentrale selectie“). Wie diese Dezentrale Auswahl in den Numerus fixus Fächern an den einzelnen Hochschulen aussieht, bestimmen die Hochschulen selbst. Man sollte sich also im Vorfeld einer Bewerbung genau auf der Hochschulwebsites einlesen, wie das Auswahlverfahren im einzelnen aussieht! Viele Unis haben hier mehrstufige Verfahren z.B. mit Einreichung von Motivationsschreiben, Auswertung der Oberstufennoten in studienrelevanten Fächern, Auswahlprüfungen oder Auswahlgesprächen.

Achtung: Die Bewerbungsfrist für die Numerus fixus Studiengänge endet am 15. Januar!
Nur wenn man diese Frist einhält, kann man sicher an der Dezentralen Auswahl teilnehmen.

Link zur Liste der Studiengänge mit Numerus fixus: www.studiekeuze123.nl


2. Dezentrale Auswahl
(sog. decentrale selectie)


Dezentrale Auswahl bedeutet, dass die Hochschule bestimmt, welche Kandidaten den speziell formulierten Auswahlkriterien der Hochschule entsprechen. Die Auswahlkriterien legen die einzelnen Hochschulen selbst fest. Daneben ist die ''decentrale selectie'' noch an eine Anzahl allgemeiner Regeln gebunden. Nach den allgemeinen Bedingungen bestimmt der gewählte Studiengang, welche Kriterien erfüllt sein müssen. Diese ersten Auswahlkriterien werden durch die Vorausbildung, die Fächerzusammenstellung oder die beruflichen Vorerfahrungen bestimmt. Demnach besteht die ''decentrale selectie'' vor allem aus einer Untersuchung der speziellen Kenntnisse und Fertigkeiten, die die Hochschule für wichtig hält. Die Hochschule bestimmt, wie oft Sie an der ''decentralen selectie'' teilnehmen können.
Das dezentrale Auswahlverfahren mit seinen ausschließlich auf Niederländer ausgelegten Kriterien bei Tiermedizin, Medizin und Zahnmedizin verringert in diesen Fächern die Chancen von deutschen Studienbewerbern auf einen solchen Studienplatz.

Beispiel für eine Dezentrale Auswahl: Humanmedizin an der Uni Maastricht in 2017:


- Bis 15. Januar muss man alle geforderten Fächer in der Oberstufe nachweisen (Biologie Leistungskurs, Chemie und Physik beide durchgängig in der Oberstufe belegt). Das Auswahlverfahren ist zweistufig:
- Bis 18. Januar muss man über die Uniwebsite ein Portfolio mit Lebenslauf und Fragen zur Motivation hochladen. Die besten 550 Bewerber werden eingeladen zur
- Zweiten Auswahlrunde am 11. Februar in Maastricht vor Ort (Test auf kognitive und nicht kognitive Fähigkeiten).
- Eine Definitive Zu- oder Absage erhält man am 15. April (316 Studienplätze werden vergeben)

Achtung: Pro Jahr darf man an maximal zwei Hochschulen an der dezentralen Auswahl teilnehmen! Es gibt hiervon aber Ausnahmen: Im Fach Humanmedizin, Zahnmedizin sowie Physiotherapie darf man bei der Bewerbung über Studielink pro Jahr maximal eine (!) Hochschule nennen. Eine Parallelbewerbung in diesen Fächer ist nicht möglich.Im Falle einer Bewerbung für das Fach Humanmedizin bedeutet das also, dass man bei der Bewerbung nur maximal eine Hochschule nennen darf.



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