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Studieren in Holland - NC-frei!

Anders als in Deutschland keine NC’s

In Deutschland gilt ca. die Hälfte aller Studienplätze als Zulassungsbeschränkt. Für die Vergabe der Plätze gilt meist ein NC. Also derjenige Abiturnotendurchschnitt mit dem man gerade noch eine Zulassung erhalten konnte. Oder aber man wartet lange genug auf seinen Wunschplatz und erhält einen Studienplatz in der sog. Wartezeitquote.


Nur wenige zulassungsbeschränkte Fächer

Beide Verfahren sind in den Niederlanden gänzlich unbekannt. Dort sind – und das ist für viele gerade deutsche Bewerber überaus ungewohnt – ca. 90% aller Studienplätze zulassungsfrei! Unter anderem auch solche Fächer, die in Deutschland auf Grund großen Bewerberüberhanges stets „hohe NC’s“ haben wie zum Beispiel der Bachelorstudiengang Psychologie. An 8 von 10 anbietenden Universitäten gibt es in 2016 hier keine Auswahlbeschränkung, es stehen genügend Studienplätze für alle Bewerber zur Verfügung. Auch beliebte Fächer wie Sozialpädagogik an Fachhochschulen oder Betriebswirtschaft an Universitäten sich überwiegend NC-frei. Allerdings sind die Studienplätze in einigen Fächer wie Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin oder auch in dem in Deutschland noch weitestgehend unbekannten Fachhochschulstudiengang Krankenpflege ebenfalls stark nachgefragt und zulassungsbeschränkt.


Keine NC’s – aber Numerus fixus

Der Begriff NC (Numerus clausus) findet in den Niederlanden keine Verwendung. Die deutschen Bewerbern so vertraute Frage „Welchen Abischnitt brauche ich für…“ kann also getrost vergessen werden!

Die Niederländer kennen allerdings den sog. Numerus fixus. Dieser besagt lediglich, dass die Anzahl der Studienplätze an der Hochschule „fix“ ist und mit zu vielen Bewerbern gerechnet wird. Praktisch gesehen müssen alle Hochschulen jedes Jahr erneut schauen, ob sie in einzelnen Studiengängen mit zu vielen Bewerbern rechnen, sie melden dann offiziell einen sog. Numerus fixus an. Heißt dann, dass die Hochschule selbst eine z.B. frühere Bewerbungsfrist bestimmen kann und sich auf ein eventuell nötiges Auswahlverfahren einstellt. Direkt auf den Websites der Hochschulen erfahrt ihr, ob in dem betreffenden Studiengang ein Numerus fixus besteht, der Studiengang also einer Zulassungsbeschränkung unterliegt. Man kann das jedes Jahr auch auf der Website von DUO (Dienst uitvoering onderwijs) nachlesen, wo die Hochschulen auch einen Numerus fixus anmelden müssen.

Fachhochschulstudiengängen mit Beschränkung


Universitätsstudiengängen mit Beschränkung



Doch selbst in diesen zulassungsbeschränkten Fächern wählen die Hochschulen anders – ja vermeintlich gerechter – die Studierenden aus. Das nennt man Dezentrale Auswahl (decentraale selectie). Hier spielt dann kein NC eine Rolle, also ist der Notendurchschnitt unmaßgeblich. Vielmehr geht es dann darum, dass die Hochschule ein eigenes Auswahlverfahren durchführt. Hierbei muss zum Beispiel ein Motivationsbrief eingereicht werden und man nimmt an einer Auswahlprüfung meist vor Ort teil. Solche Auswahlprüfungen können sich zum Beispiel auf für das Studium besonders wichtige Vorkenntnisse beziehen oder sie orientieren sich an Lehr- und Studienmaterialien, die vorher dem Bewerber zur Verfügung gestellt werden. Auch Bewerbergespräche sind oft Teil dieser Auswahl. Wichtig ist, dass man sich möglichst genau auf der Website der Hochschule einliest, wie dort die dezentrale Auswahl funktioniert. In Fächern wie Medizin oder Zahnmedizin kann sich dabei durchaus ein Vergleich der an den einzelnen Unis durchgeführten Verfahren für die dezentrale Auswahl lohnen!


Die übrigen Studiengänge sind zulassungsfrei!

(Mal abgesehen von noch einigen Ausnahmen, diejenigen Studiengänge wie z.B. Kunst, Instrumentalmusik oder Sport, in denen man sich genau wie in Deutschland einer Eignungsprüfung unterziehen muss. Schließlich können auch die Niederländer aus Bewerbern ohne jegliches Rhythmusgefühl keine Geigenvirtuosen zaubern. )


Beispiele für zulassungsfreie Studiengänge, die in Deutschland NC’s unterliegen:

Kulturwissenschaften in NL zulassungsfrei, in Deutschland NC's von ca. 2,0 bis 2,4
Kommunikationswissenschaften in NL zulassungsfrei, in Deutschland NC’s von ca. 1,7 bis 1,8
Sozialpädagogik in NL zulassungsfrei, in Deutschland z.B. NC von 2,0
Weitere Beispiele:

a.b.c.d.e.f.g.h.i.j.k. (aus möglichst mehreren Bereichen, z.B. BWL, Technik, Biomedizin, Sozialwesen, Hotel-Tourismus… Lehramt, Kulturwissenschaften, etc.)


Matching – wie die Hochschulen euch trotzdem kennen lernen möchten

Auch wenn es in dem euch interessierenden Studienfach bzw. an der Hochschule keine Zulassungsbeschränkung gibt, also jeder ernsthafte Bewerber auch einen Platz erhält, möchten viele Hochschulen euch im Vorfeld besser kennen lernen. Dazu haben viele Hochschulen das sog. Matching entwickelt. An einigen Hochschulen imponiert das Matching manchmal wie eine Auswahlprüfung. Das Matching ist aber kein Verfahren zur dezentralen Auswahl (s.o.)! Mit dem Matching wird lediglich angestrebt, den Bewerber besser kennen zu lernen, aber auch sich selbst als Hochschule dem Bewerber vorzustellen. Damit jeder künftige Bewerber ein möglichst realistisches Bild vom späteren Studium und seinen Anforderungen erhält! Im Matching geht es also nicht darum, aus einem Überhang an Bewerbern nur „die Besten“ raus zu picken! Seid einfach offen und interessiert, wenn die Hochschule von euch die Teilnahme an einem solchen Matching erwartet. Genauere Informationen zu Matchings findet ihr direkt auf den Hochschulwebsites. Allerdings sind deutsche Bewerber nicht selten auch freigestellt.



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